Intelligente Investitionsverteilung – Der Cost-Average-Effekt

Der Cost-Average-Effekt ist Teil des Investment-Basiswissens und sollte daher jedem Anleger bekannt sein. Die im Finanzinvestment auch als Durchschnittspreis-Methode bezeichnete Vorgehensweise dreht sich insbesondere rund um Investmentfonds, und hierbei speziell um Aktienfonds. Dem Effekt liegen regelmäßige Anlagen bei gleich bleibenden Beträgen in Fonds zugrunde.


Eine Begriffsklärung

Der Durchschnittskosteneffekt beschreibt die Folge einer Investitionsverteilung in eine einzelne Anlage über einen langen Zeitraum mit gleich bleibenden Beträgen. Während bei fallenden Kursen mehr Anteile erworben werden, sind es bei steigenden Kursen weniger Anteile. Auf diese Weise forciert der Anleger einen Durchschnittspreis. Dieser stellt zwar nicht den niedrigsten, aber auch nicht den höchsten Preis dar. Besonders das Problem rund um das Timing oder den Einstiegszeitpunkt wird hierbei auf einen längeren Zeitraum verteilt, was Timing-Fehler sowie ihre Folgen reduziert. Mit dem Cost-Average-Effekt entsteht auf diese Weise ein Investitionsertrag, der sich im Bereich zwischen des ungünstigsten und des günstigsten Zeitpunktes einer Einmalinvestition bewegt.

Je länger ein Fondssparplan also läuft und je volatiler der Fondskurs ist, desto stärker fallen die Auswirkungen des Durchschnittskosteneffektes aus.

Ein übertriebenes Beispiel zur Verdeutlichung des Cost-Average-Effekts

Ein Anleger investiert monatlich 1000 € in einen Fonds und erwirbt aufgrund der Schwankungen des Kurses jeden Monat zu exakt dieser Summe eine unterschiedliche Anzahl an Anteilen.

Nachfolgend einige übertriebene Kursbeispiele für eine einfache Erklärung des Effektes:

Monat Investitionsbetrag Börsenkurs Anzahl der Anteile
1 1000 € 1000 € 1
2 1000 € 500 € 2
3 1000 € 500 € 2
4 1000 € 250 € 4
5 1000 € 500 € 2
6 1000 € 250 € 4
7 1000 € 500 € 2
8 1000 € 500 € 2
9 1000 € 1000 € 1
10 1000 € 500 € 2
11 1000 € 1000 € 1
12 1000 € 1000 € 1
Gesamt 12.000 € 24

Innerhalb von 12 Monaten investierte der Anleger insgesamt 12.000 € in den Aktienfonds. Aufgrund der Kursschwankungen wurden 24 Anteile erworben. Hätte der Anleger eine Einmalanlage zu Jahresbeginn getätigt und, da der Kurs zu Jahresende dort steht, wo er auch zu Beginn des Jahres stand, würde das Fondsdepot bei 12.000 € liegen.

Mit Hilfe des Cost-Average-Effekts gelingt es jedoch dem Anleger, 24 Anteile zu einem 1000-€-Kurs zu erwerben. Damit ergibt sich eine Endsumme von 24.000 €, was einen Gewinn in Höhe von 100%, also 12.000 € für den Anleger darstellt.

Zusammenfassung

Der Cost-Average-Effekt führt also zum Harmonischen Mittel der Kurse und damit zu einer sicheren Anlage in einen Fonds auf Basis der gleich bleibenden Investitionshöhe pro Anteil und der Regelmäßigkeit der Anlage. Hierbei werden sowohl das Anlagerisiko während des Investitionszeitraumes gesenkt als auch die negativen Folgen von Timing-Fehlern vermieden und Probleme des Einstiegszeitpunktes auf einen größeren Zeitraum verteilt.