Warum Deutsche lieber jammern, anstatt richtig zu investieren

Bereits im Juli 2009 veröffentlichte die renommierte Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) einen Artikel über das „falsche Sparverhalten“ deutscher Bundesbürger. Laut Statistik ist deren Anlegerverhalten stark verbesserungswürdig. In Zahlen ausgedrückt: 84% der Deutschen sind so schlecht investiert, dass ihre Spareinlagen (nach Abzug aller Kosten und der jährlichen Inflation) effektiv keinerlei Gewinne erzielen – unabhängig der jeweiligen Laufzeit. Anstatt das Sparverhalten zu ändern, jammert der Verbraucher lieber weiter über aktuelle Niedrigzinsen.


Warum realisieren Verbraucher bei Ihren Geldanlagen so schlechte Renditen – während die internationalen Märkte weiterhin deutliche Gewinne erzielen?

Der Grund dafür ist einerseits, dass Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister überwiegend eigene, bzw. vertraglich vereinbarte Produkte an Kunden vermitteln. Der jeweilige Kundenbedarf wird dabei nur selten berücksichtigt. Durch rhetorisches Geschick der „Berater“ lässt sich somit fast jedes Produkt an den Endkunden bringen. Andererseits ist jedoch das Sparverhalten der deutschen Bundesbürger überdurchschnittlich konservativ.

Diese ausgeprägte Risikoscheu wird durch zahlreiche Umfragen bestätigt: Die Deutschen sparen überwiegend mit dem Ziel des Vermögenserhalts, und weniger mit dem Ziel des Vermögensaufbaus.

Hinzu kommt ein weiterer Anlagefehler:
Wenn doch frei investiert wird, folgen Privatanleger meist nur kurzfristigen Trends, die ihren Zenit oftmals bereits hinter sich haben. Dabei verzichten Verbraucher nicht nur auf deutlich hohe Zinserträge. Offenbar hat sich auch die Notwendigkeit einer renditestarken, privaten Altersvorsorge noch nicht allzu stark in das Bewusstsein der deutschen Bundesbürger eingeprägt.

Finanzielle Unabhängigkeit im Ruhestand ist eines der meist genannten Ziele unserer Mandanten. Und nicht nur für sie: Selbstverständlich auch für deren Eltern, Geschwister und Kinder. Stellen wir jedoch unsere Spareinlagen in Verhältnis zum jährlichen Gewinn der meist gewählten Geldanlagen (Ø 2.5% Rendite), so müssen wir leider feststellen, dass sich eine solche Freiheit mit den meist gewählten Vorsorgeprodukten kaum realisieren lässt.

Entsprechend dem Zitat des legendären US-amerikanischen Großinvestors Warren Buffet sollte das Ziel jedes Privatanlegers demnach sein, mit dem geringstmöglichen Einsatz finanzieller Möglichkeiten den größtmöglichen Ertrag zu realisieren.

„Es kommt nicht darauf an, wie viel Geld Sie investieren – sondern wie clever!“
(Warren Buffet)